Was das Modell zeigt/verschweigt (Teil 3 – Hausgemachtes Verkehrs-Chaos)


Das Modell ist im Rathaus in Weingarten zu besichtigen. Bei genauem Betrachten fallen viele Ungereimtheiten auf (höflich formuliert). Darauf werden wir in den nächsten Tagen gezielt eingehen.
Teil 3: Chaotische Verkehrs-Planung und die Folgen
Zählen sie die vorgesehenen Stellplätze. Die Stellplätze an der Ausfahrt entfallen, da Fläche für die Einfahrt zu schaffen ist (fehlt im Modell).
Wir erkennen 35 Stellplätze. Auf den ersten Blick durchaus ok. Was sie bestimmt wissen: im Dorfbereich muss jeder Bauherr 1,5 Stellplätze/Wohnung nachweisen. Und was sind die Vorgaben von Gemeindeverwaltung/Gemeinderat für den Bauträger?
• Im Alten- und Seniorenheim muß der Bauträger für 71 Zimmer und ca. 80 Beschäftigte insgesamt 9 Stellplätze nachweisen. Man geht also davon aus, daß Senioren keine Fahrzeuge besitzen und keine Besuche erhalten. Und die vielen Beschäftigten parken irgendwo in der Kanal- oder Friedrich Wilhelm- oder Gartenstraße!
• Für rollstuhlfähige Wohnungen im EG der Mehrfamilienhäuser werden 0,2 Stellplätze/Wohnung gefordert. Das bedeutet, daß Behinderte kein Auto besitzen und keine Besuche erhalten dürfen – wie soll man so eine diskriminierende Anmaßung bezeichnen?
• Unter den 3 Wohnblocks (als barrierefreies Wohnen bezeichnet) entsteht eine Garage mit 39 Stellplätzen. Diese reichen bei der geplanten Anzahl an Wohnungen nicht aus. Bei den Vorgaben (1,5 Stellplätze/Wohneinheit) sind weit über 50 Stellplätze erforderlich. Wo werden diese Bewohner ihre Fahrzeuge abstellen? Natürlich im Nahbereich – also auch in der Kanal- oder Friedrich Wilhelm- oder Gartenstraße.
Unter Downloads/Stellplatzvorgaben finden sie die exakten Details.
Wer befürchtet, daß dies nicht gut ist, der sollte „seinen“ Gemeinderat fragen, warum er so ein Chaos unterstützt. Es gibt Lösungen, die dies alles vermeiden. Diese wurden aber aus Kostengründen verworfen.
Und das Chaos wird noch schlimmer: die Verkehrsplaner schätzen 420 zusätzliche Fahrten durch die enge Kanalstraße – pro Tag!
Weitere „high lights“ folgen.

Über mitten.drin in Weingarten

Wir sind Weingartner, die sich dafür einsetzen, daß Bürger fair behandelt werden, ihre Rechte und ihre Privatsphäre geschützt werden, ein Altenheim gebaut wird, aber nicht auf vergiftetem Boden, Grünflächen nicht dem Profit geopfert werden und die prekäre Park- und Verkehrssituation nicht ein Desaster wird.
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