Diskriminierend und perfide


Es wird immer peinlicher, je mehr Details bekannt werden, die der Entscheidung für das geplante barrierefreie Wohnen auf dem Schwaab-Gelände zu Grunde lagen. Anscheinend stören Behinderte die Vermarktung der barrierefreien Wohnungen so sehr, daß man keine Behinderte haben wollte.
Es wurde bekannt:
• wie sozial ein Bauträger in der Öffentlichkeit erscheinen möchte und was wirklich dahinter steckt
• wie unwürdig sich Verwaltung und Gemeinderat verhalten
• wie fragwürdig Weingartner Steuergelder eingesetzt werden

Wie sagt doch die Werbung der Firma Hoepfner: „… investieren Sie in einen Wachstumsmarkt mit unschlagbaren Renditen und Steuervorteilen …“.

Dazu passen die erst jetzt bekannt gewordenen Forderungen von Hoepfner BauInvest im Jahr 2015, die geplante Wohnung für eine Behindertengruppe abzulehnen. Maßgebliche Leute des Hoepfner Projekts (Raupp und Eckhardt) wollten definitiv die Wohnung für eine Behindertengruppe weglassen, da dies „…die Vermarktung der darüber liegenden Wohnungen stören würde…“. Und damit dies nicht bekannt wird forderte der Bauträger, die Verhandlungen nicht in der Öffentlichkeit zu führen – dies könnte sich rufschädigend auf Hoepfner BauInvest auswirken. Man vermag es kaum glauben: Verwaltung und Gemeinderat gingen auf diese unerhörte Forderung ein!
Und wie geht die Verwaltung mit Steuergelder um?
Aus den vorliegenden Informationen geht weiter hervor, daß Gemeindeverwaltung und Gemeinderat Forderungen des Bauträgers zustimmten, eine Kaufverpflichtung für bis zu 4 Wohnungen einzugehen, sollten diese wg. der Behindertengruppen-Wohnung nicht veräußert werden können. So eine Zustimmung ist nicht nur moralisch verwerflich. Schlimm ist die Zusage auch deshalb, weil die Gemeinde dann für  die Wohnungen Mittel im Wert von ca. 1 Million Euro bereitstellen müsste.
Gibt es denn keine seriösen Gemeinderäte mehr, die so verwerfliche Deals ablehnen?
Muß sich Weingarten den finanziellen Interessen eines Bauträgers unterordnen?
Was sind die Gründe dafür, daß sich Verwaltung und Gemeinderäte in dieses ausschließlich Profit-orientierte Projekt eines Bauträgers so sehr einspannen lassen ?
Haben nicht alle gewählten Vertreter einen Eid geleistet, zum Wohle der Bürger zu arbeiten?

Über mitten.drin in Weingarten

Wir sind Weingartner, die sich dafür einsetzen, daß Bürger fair behandelt werden, ihre Rechte und ihre Privatsphäre geschützt werden, ein Altenheim gebaut wird, aber nicht auf vergiftetem Boden, Grünflächen nicht dem Profit geopfert werden und die prekäre Park- und Verkehrssituation nicht ein Desaster wird.
Dieser Beitrag wurde unter Bauträger, Ehrliche Information, Neue Information veröffentlicht. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.

3 Antworten zu Diskriminierend und perfide

  1. niemand schreibt:

    Die Schildbürger wohnen nun in Weingarta statt Schilda. Mit einem roten Rathaus ohne Fenster fehlt oft einfach der Durchblick.

  2. Harre schreibt:

    Ich bin für rechtliche Schritte.
    Sind wir hier im Bänzer-Despoten-Staat.
    Unglaublich und gen Menschen…nur Profitgierig ohne IQ

  3. Wengerder Bürger schreibt:

    Zum wohl des eigenen Bankkontos sagt sich hier meiner Meinung nach die Gemeinderäte und der Bürgermeister da sie alles genehmigen was der Bauträger will,,,, Das stinkt doch förmlich zum Himmel !!!

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